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Softshell oder Hardshell: Welche Jacke passt zum nächsten Draußentag?

Illustration einer olivfarbenen Softshell und einer orangefarbenen Hardshell an einer Schutzhütte

Eine Stunde bergauf, dann eine längere Pause im Wind: Schon auf demselben Ausflug kann sich eine Jacke erst zu warm und später zu dünn anfühlen. Kommt Regen dazu, wird die Wahl nicht einfacher. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb eine kurze Beschreibung des geplanten Tages. Wie viel Bewegung, wie viel Stillstehen, wie wahrscheinlich ist längere Nässe?

Mit diesen Fragen lässt sich im Laden mehr anfangen als mit der Suche nach der grundsätzlich besseren Jackenart. Softshell und Hardshell erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ob ein bestimmtes Modell passt, verrät der Name allein allerdings noch nicht.

Was steht hinter dem Etikett?

Softshells bestehen meist aus geschmeidigen Materialien, die Bewegungen gut mitmachen. Beim Windschutz und beim Umgang mit Nässe gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Modellen. Manche besitzen eine Membran, andere nicht. Fragen Sie nach den Eigenschaften der konkreten Jacke, besonders wenn Sie sie auch bei anhaltendem Regen tragen möchten.

Eine Hardshell ist als äußere Wetterschutzschicht gedacht. Hier zählen neben dem Material auch die Verarbeitung der Nähte, Reißverschlüsse und Kapuze. Mammut erläutert die unterschiedlichen Konstruktionen in seinem Vergleich. Wichtig für die Auswahl: Eine wasserabweisende Oberfläche bedeutet noch nicht, dass das vollständige Kleidungsstück wasserdicht ist.

Bei der Anprobe ruhig bewegen

Tragen Sie darunter die Schichten, die später ebenfalls mitkommen sollen. Heben Sie die Arme, setzen Sie sich und greifen Sie nach einer Rucksackschlaufe. Zieht der Saum dabei weit hoch? Spannt es am Rücken? Solche Probleme verschwinden unterwegs nicht dadurch, dass die Jacke viele praktische Taschen hat.

Schließen Sie auch den Reißverschluss und stellen Sie die Kapuze ein. Drehen Sie den Kopf nach beiden Seiten. Bleibt die Sicht frei, oder schiebt sich der Rand vor die Augen? Prüfen Sie, ob der geschlossene Kragen am Kinn stört und ob sich die Bündchen vernünftig anpassen lassen. Dafür genügen ein paar Minuten, die bei einer schnellen Anprobe oft fehlen.

Wärme und Wetterschutz getrennt planen

Eine ungefütterte Hardshell wärmt nicht wie eine isolierende Zwischenschicht. Überlegen Sie deshalb, welche Aufgabe noch offen ist. Vielleicht fehlt in der vorhandenen Kombination eine Wärmeschicht; vielleicht braucht es vor allem verlässlichen Wetterschutz.

Wird die Hardshell überwiegend im Rucksack liegen, interessieren Packmaß und die Frage, wie schnell sie herauszuholen ist. Bleibt die Softshell den ganzen Tag an, fallen Bewegungsfreiheit und Tragegefühl stärker ins Gewicht. Dabei müssen nicht sämtliche Kleinigkeiten in den Jackentaschen untergebracht werden.

Die Pflege vor dem Kauf mitlesen

Sehen Sie sich die Pflegeanleitung für das Modell an. Sind die Angaben zum Waschen und zur Pflege der wasserabweisenden Oberfläche verständlich? Können Sie sie zu Hause umsetzen? Übernehmen Sie Waschmittel, Temperaturen oder Behandlungen nicht einfach von einer anderen Jacke.

Bei einem gebrauchten Stück lohnt ein genauer Blick auf Nähte, Innenbeschichtung, Reißverschlüsse und beanspruchte Stellen. Ist ein Schaden unklar, fragen Sie nach einer fachlichen Einschätzung oder Reparaturmöglichkeit, bevor Sie kaufen.

Am Ende sollte sich die Wahl mit Ihrem geplanten Einsatz erklären lassen. Für einen trockenen Tag mit viel Bewegung kann das eine andere Jacke sein als für mehrere Stunden im Regen. Eine passende Kombination ist hilfreicher als ein Lieblingsmaterial, das jedes Wetter allein abdecken soll.

Quellen und weiterführende Hinweise